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Apfelbauer

Ralf Heinrich zum Felde

Der Apfel

Ralf Heinrich zum Felde

Apfelbauer

Elbfrische Altländer Äpfel

Zwischen Hamburg und Stade an der Elbe erstreckt sich Europas größtes geschlossenes Obstanbaugebiet: das Alte Land. Auf 10.500 Hektar wachsen neben Birnen, Kirschen und Pflaumen zu 90 Prozent Apfelbäume. Zur Obstblüte im Mai sieht es im Land so aus, als hätte es noch mal geschneit. Nur drei Wochen später ist der Zauber schon Schnee von gestern, und gut drei Monate später biegen sich die Äste unter der Last der Früchte – die Erntesaison beginnt.

Der Bauernhof

Winterschlaf im ULO-Lager 

Auf der Apfelplantage von Ralf Heinrich zum Felde in der Gemeinde Jork reifen unter anderem die alte aromatische Sorte „Holsteiner Cox“, der beliebte „Elstar“, der typische Kuchenapfel „Roter Boskoop“, der knallrote „Red Jonaprince“ und der knackige „Braeburn“ heran. „Äpfel, die nach der Ernte nicht direkt verkauft werden, kommen ins ULO-Lager, das steht für ultra low oxygen: Bei 1 °C und jeweils 1 Prozent Sauerstoff und CO2 in der Luft wird der Stoffwechsel der Äpfel heruntergefahren, so bleiben sie monatelang frisch“, erklärt der Diplom-Agraringenieur. Die Lagerfähigkeit der Sorten variiert jedoch. Den „Holsteiner Cox“ etwa lagert und vermarktet er bis Mitte Februar, den „Elstar“ bis Mai und „Jona“-Sorten sogar bis Ende August, bis zur nächsten Ernte. „Durch mein breites Sortiment kann ich Lebensmittelhändler wie REWE das ganze Jahr über mit frischen Altländer Äpfeln versorgen“, freut sich zum Felde. Die Liebhaber heimischer Äpfel freut’s natürlich umso mehr.

Wie das Alte Land entstand

Ab dem 12. Jahrhundert machten holländische Fachleute und Kolonisten das einstige Überschwemmungsgebiet der Elbe urbar, indem sie Deiche bauten und Entwässerungsgräben zogen. Noch wildes Land nannten sie „Neues Land“, bereits bearbeitetes „Altes Land“. Neben den nährstoffreichen Marschböden begünstigt auch das milde maritime Klima den Obstanbau.
Zum Felde bewirtschaftet 180 Hektar mit 450.000 Apfelbäumen, eine Monokultur. „Um die Artenvielfalt zu fördern, habe ich an den Feldrändern heimische Gehölze gepflanzt und säe zwischen den Reihen Wildblumen aus, damit Bienen und andere Insekten immer genug Nahrung finden“, erzählt er. Zudem errichtete er Nistkästen für Singvögel, Falkenhäuser und Wurzelhaufen als Unterschlupf für Marder. Netter Nebeneffekt: Die Tiere vertilgen Schädlinge – von der Obstmade bis zur Wühlmaus.

300 Jahre im Obstbau tätig

Das Alte Land ist auch für seine reetgedeckten Fachwerkhöfe mit „Buntmauerwerk“ berühmt: Die Ziegelverbände in den Fächern sind kunstvoll gemustert, jede Hauswand ist ein Unikat. Die zum Feldes sind glücklich, in einem dieser schmucken Bauernhäuser zuhause zu sein. Die Familie ist seit 1717 im Obstbau tätig und tief verwurzelt in ihrer Region. „Wer mit Erfolg Äpfel produzieren will, sollte damit aufgewachsen sein“, sagt zum Felde.

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