Mach mit beim Gewinnspiel
zur Karte

Apfelbauer

Peter Coorssen

Der Apfel

Peter Coorssen

Apfelbauer

Vom Baum bis in den Markt

Im mecklenburgischen Boddin im Biosphärenreservat Schaalsee liegt das Obstgut Coorßen. Wenn der Chef in seinem 280 Hektar großen Apfelgarten nach dem Rechten und Linken sehen will, nimmt er das Golfmobil, das durch die schmalen Gassen passt und so sutje unterwegs ist, dass Rauhaardackel „Fussel“ sein Herrchen begleiten kann. Coorßen prüft den Zustand der Früchte. Ist die Schale schön rotwangig und gesund – oder etwa von Sonnenbrandflecken versehrt? „Ein bisschen Ausschuss ist immer dabei, aber der kommt nicht um, sondern in die Mostfabrik.“

Der Bauernhof

Eispanzer als Frostschutz

Neben Böden und Wetter sind viele weitere Faktoren für eine gute Ernte wichtig, zum Beispiel der korrekte Baumschnitt oder die erfolgreiche Bestäubung durch Honig- und Wildbienen: „Da Äpfel sogenannte Fremdbefruchter sind, haben wir alle 15 Bäume einen Zierapfel gepflanzt. Nur Bienen, die zwischendurch ,fremdgehen‘, können die Apfelblüten befruchten“, erklärt Peter Coorßen. Noch im Mai drohen Spätfröste die Blüten zu zerstören. Die Lösung: eine Schutzhülle aus Eis! „Sobald die Temperatur unter 1,5 °C sinkt, stellen wir die Beregnungsanlage an. Bei der Kristallisation des Wassers entsteht Wärme, die sich dann im Inneren der Eishülle hält, sofern kontinuierlich weiter beregnet wird“, erläutert der Landwirt.

Alles aus einer Hand

Nach der Pflücke werden die Äpfel automatisch nach Farbe, Größe und Güte sortiert, 40 Fotos schießt die Maschine von jedem Exemplar. Nur die schönsten schaffen es in die Auslage im Supermarkt. Vier Sorten, „Elstar“, „Jonagold“, Jonagored“ und „Braeburn“, baut das Team für REWE Regional an. An der regionalen Vermarktung schätzt Coorßen unter anderem die Rückverfolgbarkeit: „Der Verbraucher kann sich informieren, wo das Obst oder Gemüse herkommt, wer es produziert und wie. Im Fall unseres Betriebs ist der Weg des Apfels besonders einfach nachzuvollziehen: Denn vom Anbau über die Lagerung, Verpackung und Vermarktung bis hin zum Transport leisten wir alles selbst.“ 

Zurück zu den Wurzeln

Seine Frau Meike macht die Buchhaltung, Tochter Nane, 20, die gerade studiert, will später in den Betrieb einsteigen und Lotte, 18, vielleicht auch. Die ganze Familie ist heimatverbunden. Peter Coorßens Großvater gründete das Obstgut 1930. Die DDR enteignete die Familie, wandelte das Gut in ein „Volkseigenes Gut“ um, und die Großeltern setzten sich in den Westen ab. Nach der Wende, die Coorßens lebten damals in Bremen, fuhr Peter mit seinem Vater und seiner Frau erwartungsfroh nach Boddin. „Für uns war immer klar, wir wollen unseren Hof und unser Land zurück. Erst konnten wir das Gut von der Treuhand pachten, dann kaufen – nun gehört es uns quasi doppelt.“

Frisch vom feld bis
in deinen REWE Markt

1
2
3
Schließen