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Kartoffelbauer

Marco Kunze

Die Kartoffel

Marco Kunze

Kartoffelbauer

Ackern im besten Boden

Marco Kunze ist Ackerbauer in Förderstedt am Rand der Magdeburger Börde. Um diese Lage beneiden ihn viele Kollegen: Börde bezeichnet eine fruchtbare Niederung, wobei die Magdeburger mit die fruchtbarsten Böden Deutschlands aufweist. „Bei der Reichsbodenschätzung in den 1930er-Jahren wurden unsere humusreichen Schwarzerden mit 100 Punkten bewertet, der Maximalzahl. So macht es natürlich Spaß zu wirtschaften“, sagt Kunze strahlend. Neben Getreide, Raps, Mais, Erbsen und Zuckerrüben baut der Diplom-Agraringenieur auf 160 Hektar Kartoffeln und 80 Hektar Speisezwiebeln für REWE Regional an.

Der Bauernhof

Landwirte gestern, heute, morgen

Die Zusammenarbeit mit REWE besteht schon seit 20 Jahren und wurde von Marcos Vater eingefädelt. Peter Kunze gründete den Betrieb kurz nach der Wende, als es endlich wieder möglich war, selbstständig Landwirtschaft zu betreiben. Dessen Vater und Großvater waren ebenfalls Bauern. Nach dem Krieg flohen sie aus Ostpreußen und landeten in Förderstedt, wo sie in einer Produktionsgenossenschaft arbeiteten. Auch die nächste Generation wird wohl dem Acker treu bleiben: Friedrich, 16, und Hermann, 11, begeistern sich für alles, was auf dem Hof passiert – von der Raps-Aussaat bis zum Mähdreschen. Hobbymäßig hält die Familie ein paar Hundert Hausgänse, und Hermann darf den Gänsevater spielen.

Frühe, mittelfrühe und späte Kartoffeln

Die Zwiebeln werden im März ausgesät, die vorgekeimten Kartoffelknollen kommen im April in die Erde. „Während der Wachstumszeit sind verschiedene Pflegearbeiten notwendig, wir sorgen zum Beispiel für eine pflanzengerechte Ernährung, unterdrücken Unkraut und halten das Blattwerk gesund“, so Kunze. Im Juli startet dann die Ernte der Frühkartoffel „Gala“, gefolgt von den mittelfrühen und späten Sorten „Antonia“ und „Jelly“, die unter kontrollierten Bedingungen eingelagert werden und erst im nächsten Frühjahr im REWE-Regal liegen. Die Zwiebeln sind im September dran und wandern ebenfalls zunächst ins Lager. Doch zurück zu den tollen Knollen: 

Ist die Schale fest genug?

Bevor die Ernte eingeläutet wird, holen die Bauern mit einem Hand-Rodegerät vorsichtig einige Proben aus dem Kartoffeldamm heraus. „Die Kartoffel ist empfindlich. Wir prüfen per Daumendruck, ob die Schale fest genug ist, um den maschinellen Ernteprozess, das Waschen und den Transport unbeschadet zu überstehen“, erklärt Marco Kunze. „Zweitens messen wir den Stärkegehalt: Nur bei über 10 Prozent Stärke ist die Kartoffel schmackhaft. Und drittens checken wir per Schablone die Größe. Speisekartoffeln sollten 40 bis 60 Millimeter groß sein, so passen sie auch im Ganzen gut auf den Teller. Und lassen noch Platz für ein Stück Fleisch.“ Ein perfektes Essen besteht für ihn aus einem saftigen Rindersteak mit Bratkartoffeln dazu. „Alternativ: Salz- oder Backkartoffeln. Notfalls Pommes. Hauptsache Kartoffeln!“

Frisch vom feld bis
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