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Kartoffelbauer

Helge Timm

Die Kartoffel

Helge Timm

Kartoffelbauer

Kartoffelanbau mit Erfahrung und Hightech

In Lich-Eberstadt in der hessischen Wetterau, die schon in der Jungsteinzeit ackerbaulich genutzt wurde, führen Wolfgang und Helge Timm ihren Familienbetrieb. Der ältere bringt viel Erfahrung ein, der jüngere frische Ideen: So schlug Helge nach seiner Meisterausbildung vor, die Kühe und Schweine abzuschaffen und den Fokus auf Kartoffeln zu legen – gesagt, getan. Auch sonst ergänzen sich Vater und Sohn: „Ich bin ja durch und durch Praktiker. Ich arbeite am liebsten im Feld, schaue, dass alles schön wächst. Büroarbeit ist mir unangenehm“, verrät der Altbauer. „Ich bin froh, dass sich jetzt Helge um das Geschäftliche kümmert, und er macht das sehr gut!“ Der Sohn nimmt das Lob lächelnd zur Kenntnis, obwohl auch er am liebsten draußen ist: „Die Feldarbeit ist zum Glück immer noch das Herzstück unseres Berufs.“

Der Bauernhof

Gelbfleischig und festkochend

Neben Weizen, Raps und Zuckerrüben kultiviert die Familie auf 60 Hektar Kartoffeln. „Für REWE Regional produzieren wir großteils festkochende und vorwiegend festkochende gelbfleischige Sorten wie ,Belana‘ und ,Gala‘, die werden am stärksten nachgefragt“, sagt Helge Timm. „Daraus kann man ja auch viel machen: Brat-, Salz- und Ofenkartoffeln und natürlich einen schönen Kartoffelsalat mit Mayonnaise – mein Leibgericht. Nur für Brei und Klöße braucht man mehlige Sorten.“ 

Knollen brauchen Dunkelheit

Wenn sich der Boden im Frühjahr auf etwa 8 °C erwärmt hat, kommen die vorgetriebenen Knollen hinein. Danach werden sie gedüngt und angehäufelt: „Diese Prozedur müssen wir sorgfältig durchführen, damit die Tochterknollen später immer noch gut mit Erde bedeckt sind“, erklärt Timm. „Bei Lichteinfall werden sie nämlich ungenießbar.“ Wenn nach rund vier Wochen frisches Grün sprießt, werden die Pflanzen bereinigt, also kranke und kümmernde entfernt. Wieder Wochen später, sobald das Kraut gelb wird, beginnt die Abreife der Kartoffel. Erst wenn das Kraut ganz abgestorben ist, bilden die Erdäpfel ihre feste Schale aus. Vor der Ernte prüfen die Bauern neben der Schalenfestigkeit und Größe den Stärkegehalt der Knollen, denn der beeinflusst den Geschmack und die Lagerfähigkeit.

Hightech auf dem Hof

Moderne Maschinen erleichtern die Arbeit, schonen Ressourcen und die Umwelt. Der Jungbauer nennt ein Beispiel: „Die Düngung erfolgt computer- und GPS-gesteuert. So kommen die Körnchen exakt dosiert und positioniert aufs Feld – eine Überdüngung ist ausgeschlossen.“ Auch im Kartoffellager der Timms ist Hightech im Spiel. Der Computer sorgt für optimales Klima, steuert Temperatur, Luftfeuchte und Lüftungsdauer. „Im Ergebnis können die Supermarkt-Kunden das ganze Jahr über Kartoffeln aus Deutschland und ihrer Region kaufen.“

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