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Apfelbauer

Hartmut Schieferdecker

Der Apfel

Hartmut Schieferdecker

Apfelbauer

Sonnenfrüchte aus dem Muldetal

Der „Red Jonaprince“ ist sein Lieblingsapfel: „Er kracht und spritzt beim Hineinbeißen und besitzt genau das richtige Verhältnis aus Süße und Säure“, begründet Hartmut Schieferdecker seine Wahl. Der Obstbaumeister ist Geschäftsführer der Sonnenfrucht Obstanbau GmbH in Grimma-Dürrweitzschen. Im fruchtbaren, sonnigen Muldetal baut der Betrieb auf 155 Hektar rund ein Dutzend Apfelsorten an, allen voran „Elstar“ und „Braeburn“, außerdem auf insgesamt 86 Hektar Sauerkirschen, Birnen, Pflaumen und Erdbeeren. Auch REWE-Kunden in der Region können sich aus dem bunten Obstkorb der sächsischen Bauern bedienen. „Das Konzept von REWE Regional finde ich gut. Durch die kurzen Transporte kommt alles ganz frisch und unversehrt in die Märkte“, sagt Schieferdecker, „doch noch wichtiger ist mir, dass dadurch die Umwelt geschont wird.“

Der Bauernhof

Apfelwickler ausgetrickst

Auch mit ihrem integrierten Anbau setzt die Sonnenfrucht GmbH, die zur Obstland Dürrweitzschen AG gehört, auf Umweltschutz: „Wir verzichten weitestgehend auf synthetische Spritzmittel und bauen auf die Mithilfe von Nützlingen: Marienkäfer zum Beispiel vertilgen Blattläuse, und Zehrwespen parasitieren Blutläuse.“ Gegen den Apfelwickler, dessen Maden sich durch die Früchte fressen, hilft ein Pheromon-Imitat. Schieferdecker, der viele Jahre im Bereich Pflanzenschutz arbeitete, ist begeistert von dem Trick: „Der Duft ähnelt den Sexual-Lockstoffen des Falterweibchens und verwirrt die männlichen Tiere derart, dass sie keine Partnerinnen mehr finden.“
Ab August beginnt mit der Apfelernte die arbeitsreichste Zeit des Jahres. Um das Pflücken zu erleichtern – und auch damit alle Früchte genug Sonne abbekommen –erziehen die Obstbauer die Bäume durch jährliche Schnittmaßnahmen zu einer sogenannten „Fruchtwand“: drei Meter hoch und einen Meter breit.

Klöster begründeten den Obstbau

Die Obstbautradition in der Region reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als Nonnen und Mönche des Zisterzienser-Ordens ihre Klostergärten anlegten. Später förderten die sächsischen Kurfürsten den Obstbau: Unter anderem verlangten sie von jedem frisch verheirateten Paar, mindestens zwei Obstbäume zu pflanzen. Zu DDR-Zeiten war die heutige Obstland AG eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Hartmut Schieferdecker machte dort in den 1970er-Jahren seine Lehre. Nachdem die LPG 1991 reprivatisiert wurde, blieb er dem Unternehmen treu. Erst 2015 wurde er Geschäftsführer: „Die Bürotätigkeiten überwiegen nun“, bedauert der Sachse ein bisschen, doch in jeder freien Minute schaut er nach seinen geliebten Bäumen und den Früchten seiner Arbeit.

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