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Tomatenbauer

Frederik Rink – EGM eG

Die Tomate

Frederik Rink – EGM eG

Tomatenbauer

Hoch hinaus im Gewächshaus

Frederik Rink liebt seinen Arbeitsplatz: „Immer hell, immer warm und voller duftender Pflanzen“, schwärmt der Geschäftsführer zweier EGM-Gemüsebaubetriebe in Thüringen und Sachsen. Die 2,2 Hektar große Gewächshausanlage in Boxberg in der Oberlausitz profitiert vom benachbarten Braunkohlekraftwerk: Es versorgt vier Millionen Haushalte mit Strom – und 40.000 Tomaten- und Gurkenpflanzen mit Abwärme. Jedes Jahr im Januar ziehen neue Jungpflanzen ins beheizte Glashaus ein. Bereits im Februar baumeln die ersten pflückreifen Gurken an den Ranken, zwei Monate später sind die ersten Tomaten dran, und bei beiden reicht die Erntezeit bis Mitte November. Ein langes Erntefest für Gemüse aus der Heimat. 

Der Bauernhof

Große Gemüsefamilie

Die ganze Familie Rink ist im Gemüsebau aktiv: Frederiks Vater Wolfram Rink ist das „Familienoberhaupt“ der Genossenschaft Erzeugergroßmarkt Thüringen-Sachsen-Spreewald (EGM eG) mit Stammsitz in Laasdorf, der zwölf ostdeutsche und acht italienische Gemüsegärtnereien angehören. Mutter Frauke arbeitet als Betriebsleiterin am Boxberger Standort und Bruder Maximilian kümmert sich um das Thema Vermarktung. Viel Wert legt die Familie auf die regionale Vermarktung. So bereichert das Boxberger Team das REWE-Sortiment „aus Sachsen“ mit Strauchtomaten, verschiedenen Rispen- und Mini-Datteltomaten sowie mit Gurken in drei Formaten: 30, 15 und 5 Zentimeter lang. Die Cocktail-Gürkchen mag Rink am liebsten: „Sie sehen süß aus und schmecken auch so.“

Winziger Vielfraß im Einsatz

Jedes Gewächs wurzelt in einem separaten Würfel aus Steinwolle und Kokos-Substrat. So können sich etwaige Krankheiten nicht ausbreiten. „Computergesteuert werden die Pflanzen mit Wasser, Dünger und CO2 versorgt. Pflegemaßnahmen wie das Wickeln und Ausgeizen sind aber ebenso wie die Ernte reine Handarbeit“, berichtet Rink. Gegen gefräßige Schädlinge setzt sein Team noch gefräßigere Nützlinge ein: „Tolle Dienste leistet die Raubmilbe Macrolophus, sie vertilgt weiße Fliegen, Blattläuse, Spinnmilben, Motteneier und noch mehr“, erzählt der Gärtner begeistert.

Früh viel Verantwortung

Der gebürtige Jenaer verbrachte schon als Kind viel Zeit im Treibhaus. In den Ferien jobbte er als Pflücker, Sortierer und Verpacker, auch seine Praktika absolvierte er im Dschungel unter Glas – etwas anderes auszuprobieren, reizte ihn nicht. Gleich nach seiner Gärtnerlehre, mit 19, stieg er als stellvertretender Betriebsleiter ein und binnen nur drei Jahren zum Geschäftsführer auf. Vielleicht liegt es ja am besagten Wohlfühlklima im Glashaus, wo auch Tomaten und Gurken rasch empor klettern. 

Frisch vom feld bis
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