Apfel
Obstbaumeister Johannes Reyer
REWE Kaufmann Niklas Riebel

Johannes Reyer im Porträt

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Viel mehr als nur Geschäftspartner

Johannes Reyer besitzt einen Hof im Alten Land. Diesen übernahm er im Juni 2018 von seinen Eltern, nachdem er über zehn Jahre bei ihnen mitgearbeitet und zwischenzeitlich seinen Meister gemacht hatte. Fast zeitgleich – im Juli 2018 – eröffnete Kaufmann Niklas Riebel seinen eigenen REWE Markt in Hamburg. Reiner Zufall. Kein Zufall war es hingegen, dass die beiden jungen Männer direkt eine erfolgreiche Zusammenarbeit begannen.

Manchmal im Leben ergeben sich Dinge einfach glücklich. Im Fall von Niklas Riebel und Johannes Reyer ist es so gewesen. Die beiden kennen sich schon sehr lange – sie sind zusammen zur Schule gegangen. Zu Schulzeiten ist es selbstverständlich, sich jeden Tag zu sehen. Wenn nach dem Abschluss jeder seinen eigenen Weg einschlägt, schläft der Kontakt meistens etwas ein. So auch bei ihnen. Dabei hat es bestimmt auch eine Rolle gespielt, dass Riebel für seine Ausbildung aus dem Ort weggezogen ist. Als er zurückkam, fand er schnell wieder in seinen alten Freundeskreis zurück. Den Freundeskreis, den er sich mit Johannes Reyer teilt. So ergab es sich, dass sie sich immer wieder bei gemeinsamen Freunden begegneten. Als sie sich 2017 das erste Mal nach längerer Zeit wiedersahen, erzähle Riebel, dass er einen REWE Markt eröffnen wolle. Reyers Antwort: „Wenn du gute Äpfel brauchst, dann sag Bescheid.“ Niklas Riebel nickte, sie grinsten beide. Monate später fanden sie sich erneut eines Abends bei einer Feier an einem gemeinsamen Tisch wieder und machten Nägel mit Köpfen.

Impressionen

Auf alte Freunde kann man sich verlassen

Johannes Reyer kommt alle sechs Tage persönlich in den Markt, um Äpfel zu liefern. Dann trinken sie einen Kaffee und schnacken ein bisschen. Manchmal machen sie Scherze wie „die letzten Äpfel waren nichts“ und „na und, sie werden trotzdem teurer“ – wenn man sich schon lange kennt, ist das Verhältnis entspannt genug für so etwas. Das ist auch gut, wenn es um ernstere Angelegenheiten geht. „Johannes ist ein netter und herzlicher Mensch. Wenn ich einmal irgendetwas brauchen sollte, tut er sein Bestes, um mir zu helfen. Umgekehrt ist es natürlich genauso. Wir wissen einfach beide, dass wir uns auf die Aussagen des anderen verlassen können, das ist ein gutes Gefühl. Eine Win-win-Situation für beide, geschäftlich wie persönlich.“ Diese Vertrauensbasis macht die beiden jungen Männer außerdem sehr produktiv. Sie sind motiviert, offen und probieren gemeinsam gerne neue Sachen aus. Ein Herzensprojekt von Reyer ist es beispielsweise, auch Pfirsiche anzubauen. „Ein Pfirsich aus dem Alten Land ist wirklich etwas Besonderes“, meint er. Bereits im letzten Jahr konnte Riebel diese im Markt verkaufen. Als Nächstes sollen Nektarinen hinzukommen. Das ist etwas, das Niklas Riebel an Johannes Reyer schätzt: dass er neue Wege geht und sich, genau wie er selbst, stetig weiterentwickeln möchte.


Das größte Obstanbaugebiet Deutschlands

Das Schöne im Alten Land ist, dass die Obstbauern durch ihre große Zahl dort besonders gut gefördert und vernetzt sind. Johannes Reyer freut sich ebenfalls darüber, dass die Obstbauern kein Konkurrenzverhalten an den Tag legen, sondern vielmehr zusammenarbeiten. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Arbeit der Bauern einfach ist. „Die Pflanzen zu begleiten ist relativ anspruchsvoll. Vor der Blüte sind sie robust, aber wenn die Blüte schon da ist, muss man sich sehr kümmern. Wenn dann zum Beispiel die Temperaturen plötzlich fallen, muss man gegensteuern – mit künstlicher Beregnung. Die Blüte friert dann ein und wird durch ihren Eispanzer geschützt. Das klingt paradox, doch es funktioniert“, erklärt Reyer. Im Alten Land werden überwiegend Äpfel angebaut. Die beiden Freunde spielen zurzeit mit dem Gedanken, eigene Apfelsäfte herauszubringen. „Das Design der Verpackung wollen wir selbst entwickeln. „Der saure Niklas“ und „Der süße Johannes“ könnten sie vielleicht heißen, benannt nach uns und dem Geschmack der jeweiligen Apfelsorte. Wir schauen gerade, ob wir das wirklich umsetzen wollen, sprich, ob es sich lohnt. Aber Spaß machen würde es uns auf jeden Fall.“ Ob sie den Apfelsaft machen oder nicht, von diesen beiden kann man in Zukunft noch einiges erwarten.


Zu den Personen:

Niklas Riebel hat seinen Markt im Sommer 2018 eröffnet und die Innenraumgestaltung zu großen Teilen mitentwickelt. Durch Johannes Reyer hat er viel Neues über Äpfel und den Obstanbau gelernt. Es ist ihm wichtig, die lokale Wirtschaft anzukurbeln.

Johannes Reyer ist Gärtnermeister und baut zum größten Teil Äpfel an. An seiner Arbeit gefällt ihm, dass er sein eigener Herr ist und eigeninitiativ arbeiten kann. Im Moment steht einer seiner Trecker bei Niklas Riebel im Laden – zur Dekoration. Kinder lieben es, auf ihm herumzuklettern.

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