Tomate
Tomaten Kevin van Ijperen

LUTHER-TOMATEN“ MIT GESCHMACK

Kevin van IJperen wuchs bei Rotterdam auf, in einer „gläsernen Landschaft“ aus Gewächshäusern. Als Schüler besserte er sein Taschengeld als Tomatenpflücker auf, als Student des Fachs Logistikmanagement beförderte er unter anderem Tomaten per LKW von A nach B. Heute sitzt er überwiegend am Schreibtisch und bringt Tomaten per Telefon und Mausklick an den Mann beziehungsweise Markt. Bei der 2013 gegründeten Wittenberg Gemüse GmbH, einem Unternehmen der niederländischen Firma Van Gog Kwekerijen, ist Kevin van IJperen als Prokurist und Verkaufsleiter angestellt. Er sorgte zum Beispiel dafür, dass die Rispen-, Mini-Rispen- und Mini-Romatomaten auch bei REWE in Sachsen-Anhalt zu haben sind.

Impressionen

15-HEKTAR-GLASHAUS

Die Stadt an der Elbe heißt nach dem Kirchenreformator Lutherstadt Wittenberg, die Tomatenzüchter nennen ihre Früchte „Luther-Tomaten“. Ihre Art des Anbaus ist nicht revolutionär, doch hochmodern, effizient und umweltschonend. Gigantische 300 Meter x 500 Meter misst das Gewächshaus, in dem etwa 600.000 Stauden unter kontrollierten Bedingungen heranwachsen und reichlich Früchte tragen – bis zu sieben Millionen Kilo pro Saison. Die Nachtschattengewächse wurzeln in einzelnen Kisten mit Kokosfaser-Erde. Computergesteuert werden sie über Schläuche mit Wasser, Nährstoffen und CO2 versorgt. „Das CO2 und die Wärme zum Heizen des Glashauses liefern uns die benachbarten SKW Stickstoffwerke Piesteritz über eine Pipeline – eine immense Energieersparnis“, erklärt van IJperen. Pestizide sind in der Plantage tabu: „Bei uns arbeiten Insekten als biologische Pflanzenschützer, und Hummeln übernehmen die Bestäubung.“


REIF GEERNTET, VOLLES AROMA

Während der langen Erntezeit von Ende März bis November wuseln täglich 130 Arbeiter im Tomatendschungel umher und schneiden jede Rispe von Hand ab. Um die oberen zu erreichen, nutzen sie Hebebühnen. „Der Geschmack wird an der Pflanze entwickelt. Daher ernten wir nur reife, sattrote Tomaten“, betont der Verkaufschef, der die Früchte am liebsten mit Mozzarella oder auf knusprigem Weißbrot als Bruschetta verspeist. „Durch die regionale Vermarktung sind Transportwege und Lagerzeiten kurz – was wir heute ernten, ist spätestens übermorgen im Laden.“

Die Wittenberger sind ganz verrückt nach „ihren“ Tomaten. Viele nutzen auch den Werksverkauf an drei Tagen pro Woche oder bedienen sich dort selbstständig an einem Tomaten-Automaten. Derzeit baut Wittenberg Gemüse weitere Gewächshäuser. Alle Gemüsefans der Region können sich schon jetzt auf „Luther-Paprika“ freuen."

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