Tomate
Tomate Johannes Lachmann

TOMATEN, SO LECKER WIE AUS OMAS GARTEN

Johannes Lachmann ist verrückt nach Tomaten, und er weiß auch, wem er dies zu verdanken hat: „Meinen Großeltern. Die waren richtige Tomatenfreaks und bauten im Garten diverse alte Sorten an – wie die sehr aromatische Sorte ,Harzfeuer‘. Das Tolle ist: Ganz ähnlich schmecken die Tomaten, die wir heute in großem Maßstab unter Glas ernten.“ Lachmann leitet eine neun Hektar große Gewächshausanlage im brandenburgischen Fretzdorf bei Wittstock, die neueste von drei Anlagen der Havelia GmbH. REWE-Märkte in der Region beliefert er mit der Rispentomate „Lyterno“ und der Cocktailsorte „Brioso“, seiner Favoritin: „Sie schmeckt ausgewogen, nicht zu süß und nicht zu sauer. Und durch ihre dünne Schale und ihr mundgerechtes Format ist sie perfekt zum Naschen.“ Auch Paprika steuert der Fretzdorfer Gärtner zum Gemüsekorb bei REWE bei: rote, orange, gelbe und grüne.

Impressionen

INTERNATIONALES TEAM

Zwischen April und Ende September, wenn die Pflanzen vollen Ertrag liefern, sind im Glashaus rund 90 Saisonkräfte aktiv. Johannes Lachmann ist stolz auf sein motiviertes, multikulturelles Team: „Neben deutschen und polnischen Mitarbeitern haben wir Frauen und Männer in unseren Reihen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten“, sagt er. „Für unseren Betrieb war die Verstärkung ein Segen. Und die Geflüchteten, die größtenteils keine Ausbildung hatten, verdienen ihr eigenes Geld, knüpfen neue Kontakte und lernen nebenbei Deutsch.“


ALLE KRAFT IN DIE FRÜCHTE

Die Tomatenpflege erfordert Fingerspitzengefühl: Die Mitarbeiter knipsen überzählige Blüten ab, wickeln die starkwüchsigen Pflanzen um vertikale Stützschnüre und geizen Nebentriebe aus, damit alle Kraft in die Haupttriebe und Früchte gelangt. In einem modernen Treibhaus ist aber auch Hightech im Spiel – von der automatischen Klimasteuerung bis zur genau dosierten Versorgung der Pflanzen mit allem, was sie benötigen. Ebenso unverzichtbar ist die Hilfe von Nützlingen: Hummeln bestäuben die Blüten, und Schlupfwespen vertilgen Schädlinge.


GLÜCKLICH UNTER GLAS

Schon als Kind war Johannes Lachmann ein Pflanzennarr. Am Gymnasium belegte er die Leistungskurse Biologie und Chemie, die ihn ideal auf sein Gartenbau-Studium in Dresden vorbereiteten. Dort jobbte er nebenher im Botanischen Garten oder unternahm lange Streifzüge durch die Natur. „Ich hatte immer ein Pflanzen-Bestimmungsbuch dabei und sammelte mit Vorliebe essbare Wildpflanzen“, erinnert sich der Betriebsleiter. „Bald jedes Kraut am Wegesrand kannte ich mit Namen und wusste, wie man es in der Küche verwenden kann. Zum Beispiel habe ich mir mal ein Allerlei aus Brennnesseln, Löwenzahn und Giersch gekocht, das gar nicht so übel schmeckte“, erzählt er amüsiert. Auch wenn Lachmann ein Outdoor-Fan geblieben ist, schätzt er seinen Arbeitsplatz unter Glas: „Dort ist es immer hell und warm. Und wenn im Januar eine neue Generation Pflanzen einzieht, beginnt für uns Gewächshausgärtner bereits der Frühling.“

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