Milch
Milchbäuerin Uschi Fockenbrock
REWE Marktmanager Erwin Decker

Uschi Fockenbrock im Porträt

Video - TV Spot

Kennenlernen auf der Weide

Uschi und Manfred Fockenbrock führen ihren gleichnamigen Hof mittlerweile in der 18. Generation. Seine Historie geht zurück bis ins Jahr 1337. Mit der Direktvermarktung haben sie erst 2011 begonnen – mit einer kleinen gebrauchten Milchverpackungsanlage und der Frage, ob das so auch funktionieren würde. Und wie das funktioniert hat! Besonders gut weiß das Marktmanager Erwin Decker, der Familie Fockenbrock auf eher ungewöhnlichem Wege kennenlernte.

Als typische Münsterländer fahren Erwin Decker und seine Frau Karin gerne Fahrrad. In der Region wird es den Leuten auch nicht schwer gemacht, dieser Passion nachzugehen – sie ist hervorragend mit Radwegen ausgebaut und Münster trägt schließlich nicht umsonst den Titel „Fahrradstadt“. So trafen Erwin und Karin Decker auch auf einer Fahrrad-Tour die Fockenbrocks zum ersten Mal bzw. eigentlich deren Kühe, von denen sie sich plötzlich umzingelt sahen. Uschi, Manfred und Opa Fockenbrock waren nämlich gerade dabei, die Tiere umzutreiben, als eines davon ausbüxste. Erwin und Karin halfen dabei, die Herde in Schach zu halten, bis die verwegene Kuh wieder eingefangen war. Und auch dabei, die Tiere anschließend wieder zum Hof zurückzutreiben. Dabei kamen sie ins Gespräch und Erwin Decker erzählte, dass er, obwohl recht ländlich aufgewachsen, in seinem Leben noch nie eine Kuh gemolken hätte. Die Reaktion von Uschi Fockenbrock: „Na, wie wäre es denn mit jetzt?“ Nicht alle Kühe lassen sich von Hand melken, schon gar nicht von Fremden. „Ich musste meine Hände anwärmen. Uschi meinte, die Kühe fänden es nicht toll, wenn man sie mit kalten Fingern einfach anfasst – genau wie Menschen“, erinnert sich Erwin Decker lachend. Es war ein besonderer Tag für ihn.

Impressionen

Vom Zufall ein zweites Mal zusammengeführt

Die Zusammenarbeit ergab sich erst etwas später, als Familie Fockenbrock mit der Direktvermarktung begann und deswegen im Fernsehen einen kleinen Auftritt hatte, den Decker zufällig sah. Er stellte für sie den Kontakt zu REWE her und ermöglichte dem Paar einen tollen Start: Von zehn Filialen waren Molkerei-Mitarbeiter und Marktleiter zusammen auf dem Hof, um ihn und seine Mitarbeiter – darunter rund 85 Kühe – kennenzulernen. Seither beliefert der Hof die Märkte dreimal wöchentlich. Das Lieferintervall muss so gestaltet sein, da das Besondere an der Milch ist, dass sie schonend nur für 15 - 30 Sekunden auf 74 °C erhitzt wird. Dadurch bleibt sie voll im Geschmack, ist jedoch nicht länger als zehn Tage haltbar. Erwin Decker schwärmt vor allem von der Sahne: „Die ist wirklich etwas Besonderes. Wenn ich Kunden bei uns im Markt sehe, die Erdbeeren kaufen, dann sage ich ihnen immer, sie müssten unbedingt diese Sahne dazu probieren. Wir haben sie auch immer selbst zu Hause, darauf legen wir großen Wert. Bei vielen Speisen sagt meine Frau: Weißt du was, da muss selbstverständlich wieder diese Sahne drauf". Sie hat natürlich jedes Mal recht.“


Direktvermarktung – alle gewinnen

Dass Uschi und Manfred Fockenbrock so tolle Produkte wie ihre Sahne überhaupt verwirklichen konnten, liegt daran, dass sie durch die Direktvermarktung eine höhere Abnehmersicherheit haben als früher. Damals lieferten sie ihre gesamte Milch an Molkereien. Das ist ein entscheidender Vorteil regionaler Direktvermarktung. Manche Milchbauern hatten es in der Vergangenheit sehr schwer. „Ich hatte mit den beiden darüber gesprochen, als die Milchpreise gerade so stark eingebrochen waren. Sie waren froh, davon nicht betroffen zu sein. Direktvermarktung ist eine gute Lösung für Milchbauern, um ihre Wirtschaftlichkeit wieder zu erhöhen“, erzählt Erwin Decker. „Dabei gibt es noch einen weiteren wichtigen Pluspunkt: Der Hof kann seine Größe behalten, er muss nicht immer weiter und weiter wachsen. Und er kann bei gleichbleibender Größe mehr aus sich selbst schöpfen und in diesem Fall nicht nur Milch, sondern auch Joghurt und Sahne verkaufen und bekommt dafür mehr Geld. So kann der bäuerliche Hintergrund bestehen bleiben.“

Die Kooperation von Familie Fockenbrock und Erwin Decker zeigt neben offensichtlichen Vorteilen regionaler Zusammenarbeit auch diejenigen, die auf tieferer Ebene stattfinden: Bauern können wieder Bauern sein. Und Erwin Decker möchte die herzlichen Fockenbrocks in Zukunft genauso wenig missen wie deren Sahne auf seinem Erdbeerkuchen.


Zu den Personen:

Erwin Decker feierte 2018 sein 40-jähriges Berufsjubiläum auf dem Hof Fockenbrock. Wer schon persönlich mit dem charmanten Marktmanager zu tun hatte, wird sich nicht wundern, dass Kuh Lisa damals so schnell Vertrauen zu ihm fasste, als er sie melken sollte.

Manfred und Uschi Fockenbrock führen den Hof seit 1988. Nachhaltigkeit ist ihnen sehr wichtig, deswegen produzieren sie mit Solarenergie. Seitdem sie ihre Produkte direkt vermarkten, bleibt für Uschi Fockenbrock nicht mehr so viel Zeit für den Stall. Aber sie freut sich, wenn sie zwischendurch dem Büro entkommen und Kälber füttern kann.

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