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Ein Besuch beim REWE Champignon-Produzenten

Blogbeitrag von
HEAVENLYNN HEALTHY

Lynn's Blog
Gepostet: 05.09.17

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wo eure Champignons herkommen? Wie selbstverständlich landen sie bei mir bei jedem Einkauf im Einkaufswagen, aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher nichts über die Herkunft von Champignons wusste. Dank REWE, wurde meine Wissenslücke aber glücklicherweise letzte Woche gefüllt, denn ich durfte den regionalen Lieferanten Dohme in Hessisch-Oldendorf in Niedersachsen besuchen. Nun weiß ich nicht nur wo meine Champignons eigentlich herkommen und wie diese überhaupt entstehen, sondern ich wurde auch fachmännisch über die richtige Pilzzubereitung in der Küche informiert. Wenn ihr beim nächsten Spätsommergrillen also mit interessantem Wissen glänzen wollt, dann lest auf jeden Fall schnell weiter.

Seien wir mal ehrlich: In der heutigen Zeit geht niemand mehr in den Wald, um seine wöchentliche Ration Pilze zu sammeln. Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten von uns (mich eingeschlossen) wahrscheinlich gar keine Ahnung mehr vom Pilzesammeln haben, fehlt uns in der heutigen Gesellschaft einfach die Zeit und die Geduld, für unser Essen selber Hand anzulegen. Trotzdem bzw. gerade deswegen bin ich der Meinung, dass man sich mit der Herkunft seiner Lebensmittel besonders auseinandersetzen sollte.

REWE Regional Botschafterin zu sein ist für mich ein Herzensprojekt


Wie ihr wisst, bin ich dieses Jahr Botschafterin für die Regionalitätskampagne von REWE und darf mir im Zuge dessen einige Lieferanten-Betriebe selber anschauen und mir ein Bild davon machen, was regionale Lebensmittelproduktion und Nachhaltigkeit für REWE und seine Lieferanten bedeuten. Durch REWE habe ich dieses Jahr bereits einen Erdbeerhof ganz in meiner Nähe besucht und diesmal durfte ich eben die Pilzproduktion kennenlernen. Für mich ist das jedes Mal wie bei der Sendung mit der Maus und nach den Besuchen muss ich immer allen von meinen neuen Erfahrungen berichten. Da mein direktes Umfeld nun bereits alles über den Pilzanbau weiß (ob es sie interessiert hat oder nicht), seid ihr nun also meine nächsten Zuhörer.

Wenn ihr häufiger bei REWE einkauft, dann ist euch sicher bereits an einigen Produkten ein gelber Traktor ins Auge gefallen (das Kennzeichen für Lebensmittel aus der Region) oder ihr habt die Portraits der heimischen Produzenten über euren Lieblingslebensmitteln hängen sehen. Die Auseinandersetzung mit Regionalität spielt bei REWE eine besonders große Rolle, genauso wie die Pflege langjähriger Beziehungen zu den regionalen Lieferanten. Den Hof, den ich letzte Woche in der Nähe von Hameln besuchen durfte, ist beispielsweise bereits seit 1992 REWE-Lieferant. Bei den Gesprächen mit dem Geschäftsführer Waldemar Schuller merkte ich schnell, wie wichtig die Beziehung zur Supermarktkette natürlich auch für den regionalen Lieferanten ist, denn REWE ist größter Abnehmer ihrer Champignons.

"REWE Regional Botschafterin zu sein ist für mich ein Herzensprojekt."

Die vier Phasen der Champignonproduktion


Zuerst muss ich ganz ehrlich die Worte von Herrn Schuller wiedergeben: So eine Champignon-Produktion hat nicht mehr viel mit Wald zu tun. Trotzdem werden Champignons bei Dohme sehr nachhaltig und komplett ohne die Zufuhr von Chemikalien produziert, denn Champignons wachsen ausschließlich auf einer waldbodenartigen organischen Masse. Dieses Substrat wird beim Familienunternehmen Dohme aus Wasser, Stroh und – ganz salopp gesagt – Pferdemist gewonnen. Grob kann man die Produktion von Champignons in vier Phasen aufteilen: In der ersten Phase werden die eben genannten Rohstoffe gemischt und ein Substrat zubereitet in dem die richtigen Nährstoffe für das Pilzwachstum vorhanden sind. In der Halle, wo diese riesigen Komposthaufen liegen, geht es geruchstechnisch auch ziemlich zur Sache. Auf den Bildern seht ihr ebenfalls deutlich, wie viel Hitze bei diesem Zersetzungsprozess entsteht, denn dort ist im wahrsten Sinne des Wortes die Kacke am Dampfen (entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise, aber der musste einfach sein… ;-)). Radlader fahren diesen Boden quer durch die Halle, um ihn quasi in Bewegung zu halten und den Prozess zu beschleunigen.

In der zweiten Phase wird das Substrat durch Erhitzen von unerwünschten Organismen befreit, um ihn nur für die Champignonsporen attraktiv zu machen. In Phase 3 wird der Humusboden mit dem Champignonmyzel (die fadenförmigen Zellen der Pilzes, die ihr vielleicht auf Waldböden bereits gesehen habt) besiedelt und in zwei bis drei Wochen durchwachsen. Das könnt ihr auf folgendem Bild sehr schön erkennen:
In der letzten Phase wird der besiedelte Nährboden in Holzkisten umgefüllt und mit einer Art Muttererde bedeckt. Bei konstanter Raumtemperatur von ca. 17°C wachsen bereits nach zwei Wochen die ersten Champignons heraus. Bei Dohme wird jeder Champignon noch per Hand mit geübter Drehbewegung geerntet und nicht wie bei anderen Industriebetrieben maschinell abgeschnitten.

Nachhaltigkeit beim Champignonanbau


Wie bereits erwähnt, ist der Champignonanbau nicht ganz so idyllisch, wie Pilzesammeln im Wald. Trotzdem geschieht der Champignonanbau tatsächlich nachhaltiger als ich gedacht hätte. Der verbrauchte Nährboden ist beispielsweise bei den Landwirten in der Region aufgrund seines hohen Nährstoffgehaltes sehr beliebt und bleibt somit nachhaltig im landwirtschaftlichen Kreislauf enthalten. Auch das Kompostieren von Stroh und Pferdemist ist eine Win-Win-Situation für die regionale Pferdezucht und den Champignonanbau zugleich. Mit Bio-Gasanlagen wird die Produktionsstädte mit Energie zur Wärme- und Kälteerzeugung versorgt und Photovoltaikanlagen auf den Dächern nutzen die Kraft der Sonne zur Stromerzeugung.

Gesundheit von Pilzen und die Frage: "Pilze waschen oder putzen?"


Champignons sind in der gesunden Küche nicht wegzudenken. Sie sind ein perfekter Eiweißlieferant, enthalten Ballaststoffe, sowie Nährstoffe wie Eisen, Kalium, Selen oder Zink. Schon unsere Vorfahren wussten von der Heilwirkung von Pilzen und in den vergangenen Jahrhunderten wurden diese als Arznei genutzt. In der heutigen westlichen Gesellschaft ist die Heilwirkung von Pilzen etwas in Vergessenheit geraten, doch wer einmal in Asien war, der weiß, dass Pilze dort einen ganz anderen Stellenwert in der Ernährung und in der Medizin haben. Gerade in der chinesischen Medizin gibt es eine richtige Pilzheilkunde, die sich mit der Heilkraft der Gewächse beschäftigt. Ein Grund mehr, das heutige Rezept ganz schnell auszuprobieren.

Natürlich musste ich bei Dohme auch gleich die Frage aller Fragen stellen: Sollte man seine Pilze waschen oder putzen. Ganz klar: weder noch. Wer ganz sicher sein will, der kann seine Pilze putzen, doch waschen sollte man sie auf gar keinen Fall, da dadurch der Geschmack verloren geht. Die Pilzproduktion geht bis hin zur Verpackung sehr hygienisch und sauber zu, sodass der Pilzverarbeitungsexperte Herr Graf Strachwitz seine Pilze direkt ohne Putzen in der Küche verarbeitet.

Wenn ihr also in Niedersachsen und Umgebung oder bei Brandenburg wohnt (dort hat Dohme einen zweiten Standort) und demnächst bei REWE einkaufen geht, dann schaut bei den Champignons von REWE Regional doch mal auf die Verpackung, dann wisst ihr ab jetzt genau, wie eure Champignons entstanden sind, wie gesund diese sind und dass ihr sie nicht waschen solltet.

Selbstverständlich habe ich euch nun auch ein leckeres und schnelles Champignonrezept mitgebracht. Ihr braucht nur wenige Zutaten und sogar wenig Zeit und schon habt ihr eine schnelle und gesunde Pilzpfanne zubereitet.

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