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Die Apfelernte hat begonnen – mein Besuch bei REWE-Lieferant zum Felde aus dem Alten Land

Blogbeitrag von
HEAVENLYNN HEALTHY

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Gepostet: 09.10.17

Es gibt Momente, in denen wünschte ich mir, ich würde in der Großstadt leben. Wenn ich mir das Sportangebot hier in Lüneburg beispielsweise so anschaue. Oder das Restaurantangebot. Und dann gibt es Momente in denen bin ich froh, auf dem Land zu leben. Gut, auf dem Land ist vielleicht übertrieben, aber dennoch liebe ich es, dass ich in vier Minuten am Waldrand bin – zu Fuß. Als ich nun vor drei Wochen den Beginn der Apfelernte im Alten Land miterleben durfte, da merkte ich wieder, dass ich im Herzen ein Landkind bin.

Mein Landkind-Herz hat nach dem Morgen auf dem Hof von Ralf zum Felde in Jork  richtig gejauchzt. Ich sah Greifvögel, Hirsche, Rehkitze und sogar Marderdämme (diese aber leider ohne Marder). Ach ja, und Apfelbäume, die sah ich natürlich auch. 

Als REWE Regional Botschafterin durfte ich diesen Sommer und Spätsommer ja einige REWE-Produzenten besuchen. Ist schon lustig, wenn einem dann in der Großstadt Hamburg die Gesichter der bereits besuchten Produzenten auf den Plakaten der REWE Regionalitätskampagne anlachen. Und nun kenne ich auch einen der größten Apfelbauern aus dem alten Land persönlich. Justin und Co. können einpacken – ich bin Fan von Obst- und Gemüsebauern. Naja, bitte nicht falsch verstehen jetzt, ne. 

Solltet ihr in letzter Zeit bei euren wöchentlichen REWE-Einkäufen nicht völlig blind durch die Märkte gehetzt sein (was ich nicht hoffe), dann sind euch sicherlich die ein oder anderen Plakate zu Regionalität bei Obst oder Gemüse aufgefallen. Auch gibt es Aufsteller mit regionalen Produkten, die alle mit dem gelben Traktor-Logo von REWE Regional gekennzeichnet sind. Viele der Produzenten sind langjährige Partner der REWE, wie auch Herr zum Felde aus Jork.

Dieser ist bereits seit vielen Jahren REWE-Lieferant und hat den Hof von seinem Vater übernommen. Ein Hofladen würde sich nicht lohnen, da sein Hof etwas abseits der Hauptstraßen liegt. Angebaut werden hier alle bekannten Apfelsorten wie Elstar, Braeburn, Jonagold aber auch Boskoop und Holsteiner Cox. 

Wenn man nicht gerade in der Nähe eines Obstanbaugebietes aufgewachsen ist, dann hat man beim Stichwort Apfelernte eventuell noch die Vorstellung eines hohen und dicht bewachsenen Apfelbaumes im Kopf. Das ist allerdings nicht der Fall, denn Apfelbäume für den gewerbsmäßigen Anbau sind klein und so beschnitten, dass man sie bei normaler Körpergröße sogar ohne Leiter abpflücken kann.

"Als ich nun vor drei Wochen den Beginn der Apfelernte im Alten Land miterleben durfte, da merkte ich wieder, dass ich im Herzen ein Landkind bin."

Zum Thema Regionalität gehört natürlich auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Diese Themen haben natürlich auch das Alte Land schon erreicht. Beim Gang durch die Apfelreihen zeigt mir Herr zum Felde diverse Maßnahmen, die der Hof seit einigen Saisons in diesem Sinne implementiert hat: Greifvogelstangen, Seen mit Marder-Dämmen, Bienenhotels,  Falkenhäuser oder auch Blühstreifen für Insekten. Blühstreifen sieht man auf dem unteren Bild sehr deutlich. Sie stehen meist am Rand der Felder an den Wassergräben und dienen den blütensuchenden Insekten als Nahrungsquelle bis Anfang Oktober. Für mich als Greifvogel-Fan war der Vormittag in den Apfelreihen besonders faszinierend, da ich selten so viele Greifvögel auf einmal gesehen habe. Warum Greifvögel für den Apfelanbau so wichtig sind? Sie halten natürlich die Mäuse fern. Diese knabbern oftmals die Wurzeln der Bäume an und gefährden dadurch eine ausreichende Nährstoffversorgung des Baumes, was im schlimmsten Fall sogar zum Absterben des Apfelbaumes führen kann.

Das Tageshighlight hatte allerdings weniger mit Äpfeln zu tun: Herr zum Felde nahm mich mit zu seiner Hirsch-Herde – spätestens dort war alles Eis zwischen dem typisch-trockenen Obstbauern und der kleinen blonden Bloggerin gebrochen. Meine Freude und Ehrfurcht vor den Tieren war mir wohl ins Gesicht geschrieben. Es sind aber auch faszinierende Tiere oder? 

Wenn ihr euch nun tapfer durch meinen langen Bericht gekämpft habt, dann sollt ihr natürlich dafür belohnt werden. Aus dem Kilo Elstar, das ich selbst gepflückt habe, wurde zu Hause gleich Apfelmus gemacht – und dieses dann als Füllung für leckere und gesündere Apfel-Zimtschnecken genutzt. Sie brauchen durch die Süße der Äpfel nur noch ganz wenig Kokosblütenzucker und schmecken himmlisch intensiv und herbstlich!

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